Was war das für ein Jahr!

2016…Dieses Jahr neigt sich ENDLICH dem Ende zu. Man kann über 2016 sagen was man will, aber eines ist klar: Es war ein mehr als prägendes Jahr. Und das nicht nur für mich als Einzelperson, sondern möglicherweise sogar für die ganze Menschheit. Wir können auf viele Ereignisse in diesem Jahr zurückblicken. Wie zum Beispiel ein großer Rechtsruck in ganz Europa oder die Wahl des neuen Präsidenten der USA. Viele unserer Helden und Idole sind dieses Jahr gestorben, aber auch viele andere Menschen, zu viele, mussten dieses Jahr aufgrund von Krieg und Terror ihr Leben lassen. Und das sind nur einige der wirklich vielen Ereignisse, die dieses Jahr mit sich gebracht hat.

Natürlich gab es auch positive Aspekte, wie zum Beispiel die neu aufgeflammte Diskussion über Feminismus und Sexismus. Viele Menschen, die auch zu anderen heiklen Themen dieses Jahr einfach den Mund aufgemacht haben und damit wichtige Debatten ins Rollen brachten. Ich weiß, das klingt größtenteils nicht sonderlich fröhlich und ja, 2016 hat zurecht den Titel als „ Das Arschloch-Jahr“ erhalten. Dennoch sehe ich auch viel Positives, wenn ich, bei all dem Chaos in der Welt, zum Beispiel mich selbst und mein Umfeld betrachte.

Dieses Jahr war für mich eher ein Ruhiges. Wo ich die Jahre zuvor viel unterwegs und unter Menschen verbracht habe und immer wirklich viele Geschichten zu erzählen hatte, so ist dieses Jahr doch recht ruhig von statten gegangen. Man könnte fast meinen es war langweilig. Aber bei genauerer Betrachtung war es das ganz und gar nicht. Denn dieses Mal hat sich IN MIR selbst der ganze Trubel abgespielt. Es ist für mich kaum zu fassen, was für eine enorme Entwicklung ich in diesem Jahr durchgemacht habe. Wie viele Erlebnisse ich einfach mal verarbeitet und losgelassen habe. Themen, die mich jahrelang belastet haben sind nun einfach abgehakt, die große Last einfach von meinen Schultern genommen. Und das war tatsächlich ein starkes Stück Arbeit.

Ich habe mich die meiste Zeit einfach zurückgezogen. Hatte kaum Dates, war viel zuhause und war sehr viel mit mir beschäftigt. Da wurde gegrübelt, meditiert, geweint, gelacht und einfach mal damit angefangen, mich selbst wirklich kennen zu lernen. Man glaubt kaum, wie wenig man sich doch bisher kannte, ehe man wirklich einmal anfängt genau hinzuschauen und sich zu fragen, wer man denn eigentlich ist. Im Laufe dieser Fragerei in meinem Kopf ist in diesem Jahr auch dieser Blog entstanden. Ich hatte einen recht holprigen Start, aber die Ideen für 2017 sind groß und ich habe ein sehr gutes Gefühl bei alldem. 🙂

Ich bin in diesem Jahr also mir selbst ein großes Stück näher gekommen und habe mich von vielen meiner Ketten lösen können. Ich kann sogar das erste Mal nach vielen Jahren sagen, dass ich mich selbst wirklich liebe und immer mehr ins Reine mit allem komme was ist. Mein neues Motto lautet nun „Surfe die Welle, wie sie kommt“. Und das tue ich auch. Ich habe begriffen, dass man im Leben nichts kontrollieren kann und auch nicht sollte, und dass sich immer alles so fügt, dass es für einen genau perfekt ist. Es gibt grundsätzlich nichts komplett Schlechtes in unserem Leben, auch in der dunkelsten Situation verbirgt sich immer ein Fünkchen Licht, welches allem einen Sinn gibt.

Soviel ich allerdings alleine rumgesessen habe, so hatte ich doch auch einige Highlights15784799_10211610744408624_1327609267_o, die ich gerne mit euch teilen möchte. Da waren zum Beispiel meine zwei Reisen, für die ich mehr als dankbar bin. Zum einen ging es mit den Latein-Kursen meiner Schule nach Neape
l, Italien. An diesem Trip stimmte einfach alles. Wir hatten die besten Lehrer dabei, die ein tolles Programm auf die Beine stellten. Unser Hotel, war erste Sahne und durch einen Fehler der Rezeption, bekamen wir größtenteils die besten Zimmer des Hauses. In meinem Fall war es ein Zimmer mit freiem Blick aufs Meer, was mir jeden Morgen ein breites Lächeln aufs Gesicht zauberte.

Das Wetter war auch komplett auf unserer Seite, wenn es auch in der Nacht manchmal stark gewitterte. Aber seien wir mal ehrlich, ein schönes deftiges Gewitter am Meer, was man von seinem Hotelzimmer aus sehen kann, ist doch was Schönes. 😀 

In den 4 Tagen, in denen wir dort waren, besuchten wir die antike Stadt Pompeji, bestiegen den Vesuv (was, nebenbei gesagt, das absolut Coolste war, was ich in diesem Jahr erlebt habe), fuhren mit dem Boot nach Capri und besichtigten die Innenstadt Neapels und dessen Nationalmuseum. Ich kann sagen, ich bin unwiderruflich in Italien verliebt und möchte unbedingt noch ganz viel mehr von diesem wundervollen Land und seinen temperamentvollen Einwohnern sehen. 🙂

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Meine zweite Reise in diesem Jahr ging nach London. Der Trip war schon das gesamte Jahr über geplant und ich flog mir meiner Mama und meinem Stiefpaps im August für 8 Tage dorthin. Tatsächlich war es der erste richtige Urlaub, den ich mit meiner Mutter erleben durfte, da wir damals meistens nicht das Geld für größere Reisen hatten. Und so genossen wir die Reise doppelt. Ich muss zugeben, an manchen Stellen stießen unsere Generationen doch arg aneinander, aber wir haben das Beste draus gemacht und denken jetzt schon gerne an die Zeit zurück. 15817614_10211610743488601_689616645_o

Ich war schon immer begeistert von England, seiner ganzen Kultur und der Mentalität der Briten im Allgemeinen. Irgendwie hat dieses Inselvölkchen seine Besonderheit nie verloren, und wird es auch nie.

Unser Programm war jeden Tag rappel voll, aber wir wollten auch was sehen. Unser Hotelzimmer war eher nicht so das, was wir uns vorgestellt hatten, aber auch hier machten wie das Beste draus.

Wir spazierten durch den Hydepark, liefen eine extrem entspannte Themse-Route, an der man auch jede Brücke mitnehmen konnte, fuhren zum Stonehenge und in die Harry Potter Studios, verliefen uns im Natural History Musem und besuchten den Doctor Who Shop, am anderen Ende von London. 

Außerdem schaffte ich es meine Eltern ins „wilde“ Camden zu schleppen, was ihnen allerdings nicht so zusagte. Geschmäcker sind eben verschieden. ;D15817738_10211610743408599_942502385_o

Und das ist nur ein geringer Teil, von dem was wir alles gesehen haben. Man kann sagen, wir haben unsere 8 Tage mehr als ausgekostet und genutzt. Außerdem traf ich auch eine Freundin von mir in London. Da wir beide tagsüber gut ausgebucht waren, trafen wir uns an einem Abend in der Lobby ihres Hostels und waren begeistert darüber, dass man sich einfach so, unabhängig voneinander, in nem anderen Land befindet und zusammen etwas trinkt. (Ja, das ist mir tatsächlich noch nie passiert. 😉 )

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Diese Reisen waren so ziemlich zwei meiner größten Hightlights in diesem Jahr. Ich habe gemerkt wie unfassbar glücklich mir das Reisen macht. Auf meinem Plan stehe nur viele neue Reiseziele. Nächster Halt in 2017: Hoffentlich Bali. 🙂

Dieses Jahr ist allerdings noch etwas Großartiges passiert, außer meiner persönlichen Entwicklung und den beiden Reisen. Vor ein paar Monaten hat ein ganz besonderer Mensch das Licht der Erde erblickt. 15841611_10211610743968613_2109996800_nIch durfte meine beste Freundin, die ich seit 21 Jahre kenne, dabei begleiten, wie sie ihr erstes Kind bekam. Für mich war das alles eine sehr einschneidende, aber aufregende Erfahrung. Wenn auf einmal die beste Freundin ein Kind bekommt, verändert sich natürlich sehr viel und es ist einfach spannend mit anzusehen wie eine neue Ära beginnt. Sie hat nun ihre eigene kleine Familie gegründet, ist aus ihrer Einzimmerwohnung ausgezogen, in der so viele spannende und lustige Geschichten geschrieben wurden. Der kleine ist bei weitem das niedlichste Baby, das ich je gesehen habe und ich bin auf ganzer Linie stolz auf sie.

Wenn eine so große Veränderung in das Leben unserer Lieben eintritt, neigen wir dazu, auch uns und unsere Situation mehr zu begutachten.

Wo stehe ich eigentlich?

Was wäre, wenn ich in dieser Situation wäre?

Bin ich Zufrieden mit dem wie es gerade ist, oder sollte ich etwas ändern?

Ich kann sagen, dass ich doch sehr zufrieden mit meiner Situation bin. Ich bin glücklich, mache was mir Spaß macht und mir stehen alle Türen offen. Ich muss nur mal reinschauen und vielleicht auch durchgehen. Natürlich habe ich viele Ideen für das neue Jahr, für Themen mit denen ich mich auseinander setzen möchte, Projekte, die ich ins Rollen bringen möchte. Aber wie heißt es so schön: Wenn du anfängst Pläne zu machen, lacht sich das Leben kaputt.

Und deswegen plane ich nicht. Ich habe meine Ideen und schaue einfach was das neue Jahr bringt. Und ich weiß, wovon ich im Jahr 2017 definitiv mehr haben möchte:

Spaß und Abenteuer

Neue Erfahrungen

Liebe und Frieden

Reisen

Inspiration

Chancen

Freiheit

und ganz viel zum Lachen!

Und nun hat 2016 nur noch knapp 9 Stunden und ich denke, ich werde mich mal solangsam vom Jahr verabschieden. Ich wünsche euch allen ein frohes und gesundes neues Jahr 2017. Auf dass ihr wenigstens einen Vorsatz einhalten könnt und euch das neue Jahr viele schöne Erinnerungen schenkt. 🙂

Kommt gut rein!

Wir lesen uns, Andie

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